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Himmel

Meine Ziele in der PV

Auf dieser Seite möchte ich Dir meine Ziele vorstellen, die ich in der Personalvertretung verfolgen werde. Die Erläuterungen hier sind ausführlich, wenn Dir eine kurze Übersicht genügt, springe gern direkt zur Seite „Key Points“.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Hotel Außenbereich

Das anhaltende Heruntertarifieren unserer Arbeitsbedingungen muss endlich ein Ende finden. Dem fortgesetzten Unterbietungswettbewerb zwischen den Flugbetrieben werde ich mich entschieden entgegenstellen.

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Meine Aufgabe sehe ich darin, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die unsere Gesundheit schützen und fördern. Ruhezeiten unterwegs dürfen nicht durch ausufernde Fahrtzeiten oder „optimierte Umlaufplanung“ weiter verkürzt werden. Ebenso darf die Qualität der Erholung nicht durch abnehmende Hotelstandards leiden. Die Verpflegungsmöglichkeiten während des Umlaufs entsprechen häufig nicht den Anforderungen, die an unsere Professionalität gestellt werden – das ist inakzeptabel.

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Das Thema Fliegen in Kriegs- und Krisengebiete wird zunehmend Teil unseres Arbeitsalltags. Aus Gesprächen weiß ich, dass es viele von Euch belastet.

Die bestehenden Betriebsvereinbarungen und Regelungen sind Teil unserer Arbeitsbedingungen und sollten entsprechend weiterentwickelt werden. Dabei darf nicht allein das Vorliegen einer offiziellen Reisewarnung ausschlaggebend sein. Vielmehr müssen auch die individuellen Beweggründe jeder und jedes Einzelnen berücksichtigt werden können – und zwar ohne Verpflichtung zu einem Gespräch mit der oder dem Vorgesetzten.

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Auch der stetig wachsende Informations- und Revisionsfluss über unterschiedlichste Kanäle wird zunehmend unübersichtlich und belastend. Durch diverse Online-Tools werden wir immer gläserner, der Weg hin zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle durch den Arbeitgeber ist hier fließend. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wo dringender Handlungsbedarf besteht.

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Ich setze mich dafür ein, Arbeitsbedingungen zu gestalten, die unseren Job „da draußen“ beherrschbar machen, unsere Motivation erhalten, unsere grundlegenden menschlichen Bedürfnisse berücksichtigen und den Spaß an der Arbeit bewahren.

Dienstplangestaltung und Urlaubsvergabe

Für mich hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie höchste Priorität.
Aktuell stehen wir vor einer erheblichen Verschlechterung unseres gewohnten Requestsystems. Dass der Vertrag für MPG entwicklerseitig bereits vor längerer Zeit gekündigt wurde, ist bekannt. Bei einem möglichen Nachfolgesystem möchte die Geschäftsleitung erneut vorrangig Kosten sparen.

Das zwischenzeitlich angedachte System würde deutliche Einschränkungen für uns bedeuten: Bidding-System mit virtuellen Punkten und deutlich verringerten Requestmöglichkeiten. Diese Entwicklungen müssen wir unbedingt verhindern, da sie unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten beim Dienstplan noch weiter einschränken würden. Das neue System muss in Bezug auf sinnvolle Funktionen so nah wie möglich an MPG angelehnt sein. Dass die Aussage "für uns wird sich nichts ändern" nicht der Wahrheit entspricht, haben wir schon bei der zwischenzeitlich erfolgten Einführung von JCT erfahren dürfen. Ich werde mich in der nächsten Amtsperiode mit voller Kraft für unsere Interessen einsetzen.

 

Seit der Umstellung auf die neue Urlaubssystematik ist die Vergabe deutlich schwieriger, langwieriger und teilweise undurchsichtig geworden. Hier muss das System transparenter gestaltet und vorhandene Schwachstellen behoben werden. Fehler und Rückabwicklungen wie bei der letzten Vergabe sind nicht akzeptabel. Urlaub ist zur planbaren Erholung von höchster Priorität – halbfertige Lösungen dürfen nicht länger hingenommen werden.

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Außerdem ist die Vergabe von Teilzeit mittlerweile nicht mehr zu akzeptieren. Ich möchte mich für Lösungen einsetzen, die eine Reduzierung der Arbeitszeit auch ohne vorherigen Klageweg ermöglichen.

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Die OFF-Vergabe läuft seit der Einführung der neuen BVB suboptimal. Das Regelwerk muss so angepasst werden, dass OFF-Anträge immer Vorrang haben. Es darf bspw. nicht passieren, dass ein OFF-Request von einem zugeteilten SB verdrängt wird. Auch das Punktesystem zur SB/RES-Gerechtigkeit ist derzeit undurchsichtig und unglaublich kompliziert – hier muss für Transparenz und Nachvollziehbarkeit gesorgt werden, das Requesten von SB und RES ist aktuell sinnlos, da sowieso alles abgelehnt und anderweitig zugeteilt wird.

Computer

Kontrolle des Arbeitgebers

Justitia Göttin

Der Arbeitgeber lässt seit jeher nur in Ausnahmefällen eine Möglichkeit aus, bei „Bedarf“ gegen bestehende Regelungen und Absprachen zu verstoßen oder diese zu seinen Gunsten auszulegen (Bsp. aus der jüngeren Vergangenheit: Strichtag zwischen Off und U).

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Das werde ich nicht hinnehmen. Unsere Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge und Vorschriften sind von beiden Seiten verhandelt und verbindlich abgeschlossen worden. Es kann nicht sein, dass eine Partei diese Absprachen ignoriert, nur weil es gerade opportun erscheint.

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Wir sind weiterhin der größte Flugbetrieb und das wirtschaftliche Fundament der Lufthansa Group. Wir sind es, die den finanziellen Spielraum für immer neue AOCs schaffen. Seit meinem Einstieg bei Lufthansa ist es der Passage laut Aussagen der Vorstände noch nie wirklich gut gegangen. In den letzten Jahren sind Ton und Umgang rauer geworden. Für das Personal der Kerngesellschaft stehen immer weniger Mittel zur Verfügung, während gleichzeitig mehr Produktivität und volle Flexibilität gefordert werden.

Das ständige „Schlechtrechnen“ der Passage, mit dem Ziel, unsere Arbeitsbedingungen weiter abzusenken, ist mittlerweile leicht durchschaubar. Davon sollten wir uns nicht beeindrucken lassen!

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Sowohl auf Betriebs- als auch auf Tarifebene wird es daher immer wichtiger, bei neuen Regelungen (BVBs, IAs usw.) besonders genau hinzusehen und die Einhaltung bestehender Absprachen konsequent und jederzeit zu kontrollieren – nicht nur dann, wenn es der Unternehmensleitung gerade passt.

Ein erreichbarer Ansprechpartner sein

Mir ist es wichtig, für Dich als Kollegin oder Kollegen jederzeit ansprechbar und erreichbar zu sein. Viele Themen lassen sich besser im persönlichen Gespräch klären als in großer Runde. Genau dafür stehe ich Dir mit Rat und Tat zur Seite – empathisch, wertschätzend und auf Augenhöhe.

Ich höre Dir aufmerksam zu und unterstütze Dich schnell, pragmatisch und lösungsorientiert. Denn oft führt gesunder Menschenverstand weiter als das Auslegen jedes einzelnen Paragrafen bis ins kleinste Detail.


Auch bei Personal- oder BEM-Gesprächen begleite ich Euch gerne.

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Darüber hinaus werde ich für Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge offen sein. Die Personalvertretung ist ein politisches Gremium, und Meinungen sowie Stimmungen in der Belegschaft ändern sich. Deshalb ist es mir wichtig, diese regelmäßig einzuholen und Entscheidungen, die große Tragweite haben – beispielsweise die Ausgestaltung von BVBs (z. B. STBY/REP, OFF-Vergabe) oder Verhandlungen von Interessenausgleichen – vorher mit Euch abzustimmen.

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Denkbar sind hierfür z. B. Online-Votings oder E-Mail-Abfragen, damit die Belegschaft stärker in die Arbeit der PV eingebunden wird. Außerdem halte ich eine 24/7-Hotline für dringende Anliegen für sinnvoll – diese möchte ich einführen.

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Bei Fragen oder Anliegen könnt Ihr mich jederzeit unter

info@pv-wahl.de

kontaktieren.​

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Übergeordnete Themengebiete

Darüber hinaus habe ich noch einige übergeordnete Themen auf meiner Agenda. Ich nenne sie „übergeordnet“, weil sie nicht direkt in den Einflussbereich der Personalvertretung fallen. Dennoch kann die PV in Abstimmung mit der VC hier etwas bewirken und sollte sich diesen Themen annehmen.

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Ein Beispiel ist der Umgang des Luftfahrtbundesamtes (LBA) mit Verweisungen durch Fliegerärzte – sowohl hinsichtlich der Bearbeitungsdauer als auch vor dem Hintergrund teilweise juristisch fragwürdiger Entscheidungen. Seit Ende letzten Jahres gibt es hier erste Fortschritte, doch die Aufmerksamkeit – auch in der Öffentlichkeit – sollte weiterhin auf diese Missstände gelenkt werden. Denkbar wäre auch ein Zusammenschluss mehrerer Personalvertretungen verschiedener Flugbetriebe, um gemeinsam Verbesserungen zu erreichen.

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Ein weiteres zentrales Thema ist die Angliederung der Peer-Support-Kollegen an den Arbeitgeber, die ich als problematisch und als falsche Entwicklung sehe. Gleichzeitig steigen die Diagnosen im Bereich Mental Health stetig an. Hier sollten die Personalvertretungen geschlossen auf eine Rückkehr zum früheren Zustand hinarbeiten, um ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen. Die aktuellen Strukturen führen eher dazu, dass Kolleginnen und Kollegen ihre Probleme für sich behalten, statt sich zu öffnen.

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Die mentale Gesundheit gewinnt insgesamt immer mehr an Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass neue Programme und Angebote zur Prävention und Stressreduktion künftig eine noch größere Rolle spielen werden – für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Beschäftigten.

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